Freitag, 24. November 2017

Auftakt mit hohem Wasserdruck bei der Feuerwehr Saerbeck

Mit einem Massenanfall von bespaßungsbedürftigen Kindern war die Freiwillige Feuerwehr am Montag konfrontiert – und erledigte diesen besonderen Einsatz sehr zur Zufriedenheit der kleinen Besucher. „MAnV“, so heißt es, glücklicherweise selten, bei der Wehr, wenn es um einen Massenanfall Verletzter geht und der große mobile Behandlungsplatz gefragt ist. Zum Auftakt des Ferienspaßes zeigten neun Feuerwehrleute rund 40 Kindern im Alter von fünf bis 15 Jahren, was sie sonst noch können – unter anderem viel Wasser mit hohem Druck rauslassen.

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Vor die Verlockungen der Wasserspiele hatte Andreas Kämmerling als Leiter des Ferienspaß-Einsatzes allerdings den traditionellen Lehrfilm alter Schule gesetzt. Was tun, wenn´s brennt? Und was sein lassen, damit´s dazu gar nicht erst kommt? Die erste Attraktion zum Anfassen bot sich dann in Gestalt eines Feuerwehrmannes in voller Ausrüstung mit Atemgerät. Bei diesem Anblick dauerten die zehn Sekunden, die die Kinder herunter zählten, schon ziemlich lange. So lange, wie es eine Einsatzkraft in diesem Schutzanzug in offenem Feuer aushalten könnte.

Noch interessanter waren natürlich die Fahrzeuge, von denen die Feuerwehr gleich mehrere öffnete und in Betrieb setzte. Das Löschfahrzeug brachte den wohl größten Rasensprenger Saerbecks an den Start, aus den Schläuchen spritzte es kräftig dazu. Im Leitfahrzeug wurde der Ruf „ich bin der Einsatzleiter“ beantwortet mit der Feststellung „ich auch“: Nur Häuptlinge, keine Indianer.

Louis, dessen Vater bei der Feuerwehr ist, erzählte, wie seine Gruppe das Löschfahrzeug aufgetankt hat. „3.000 Liter passen rein“, wusste Annalena. Die Fahrt zum Hydranten fanden die beiden „zu kurz, aber gut“. Während dessen nahm eine Gruppe älterer Kinder die technische Ausrüstung des Einsatzleitfahrzeugs unter die Lupe. Wie Mikro und Lautsprecher funktionieren, hatten sie schnell herausgefunden und waren rund um das Gerätehaus an der Hahnstraße gut zu verstehen. Außer, eine andere Gruppe startete gerade zu ihrer Rundfahrt mit Blaulicht und Martinshorn.

Der sehr beliebte, traditionelle Auftakt des Ferienspaßes bei der Feuerwehr lockte auch auswärtige Kinder an. Ein Junge kam aus Emsdetten, wo es solche Angebote zu seinem Leidwesen nicht geben soll. Fabian ist schon Mitglied der Jugendfeuerwehr in Greven und hatte in der Sommerpause offensichtlich schon am ersten Tag Entzugserscheinungen.

Die Freiwillige Feuerwehr stemmte das Kinderprogramm mit neun Mitgliedern. Darunter war Philipp Quooß (23 Jahre), der mit zwölf Jahren in der Saerbecker Jugendfeuerwehr angefangen hat und mittlerweile bei der Berufsfeuerwehr in Remscheid arbeitet. Einer zum Vorzeigen und Werbetrommel rühren für die Jugendfeuerwehr, was durchaus auch Zweck der Veranstaltung war – mit Wasserspielen, vielen Knöpfen zum Draufdrücken und Martinshorn.

Text: Alfred Riese Westfälische Nachrichten
Bild: Feuerwehr Saerbeck

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