Freitag, 24. November 2017

Feuerwehr übt mit den Bademeistern des Badesee

Der orange-signalfarbene Überlebensanzug, in dem Alexander Book aus dem Einsatzleitwagen stieg, war der Hingucker bei der Wasserrettungsübung am Dienstagabend am Badesee.

Wasserrettung 03

Die Freiwillige Feuerwehr und der Verein Wasser + Freizeit, der die ehrenamtliche Schwimmaufsicht stellt, trainierten die Zusammenarbeit beim Bergen von verunglückten Paddlern aus einem gekenterten Kanu. Bei 24 Grad Wasser- und 25 Grad Lufttemperatur platzierten sich die Einsatzfahrzeuge fast idyllisch zwischen Badegästen, die den Übungseinsatz von den Sonnenliegen aus verfolgten.

„Sea mob xxl“ heißt der selbst schwimmende Anzug, der Alexander Book im Wasser quasi unsinkbar machte, an Land allerdings etwas merkwürdig aussah. Üblicherweise ist das fast wasserdichte Teil auf Bohrinseln im Einsatz. Die Feuerwehr hat in die Anschaffung investiert, weil der Anzug sich insbesondere für die Wasser- und Eisrettung gut eignet, erklärte Robert Laumann, stellvertretender Wehrführer. „Wir haben etliche Gewässer mehr in Saerbeck als nur den Badesee“, da lohnt sich diese Anschaffung“, sagte er, auch mit Blick auf leichtsinniges Verhalten mancher Menschen. Der Träger fand es angesichts sommerlicher Temperaturen an Land und im Wasser etwas zu warm  im Anzug. Tatsächlich war untertauchen aber praktisch unmöglich.

Nach dem Übungsnotruf verblüffte Schwimmaufsicht Stefan Tigges die Badegäste mit dem Aufruf zur Räumung des Wassers per Megaphon. Ein Kanu sei gekentert, zwei oder mehr Personen seien in Not. Armin Lechermann, Taucher von Wasser + Freizeit, ging ins Wasser und suchte den Seegrund ab, der Mann im Überlebensanzug schwamm zum Kanu. Zugleich suchten weitere Trupps unter der Einsatzleitung von Andreas Kämmerling das Ufer ab und fanden drei weitere Verunglückte. Im Einsatz war auch das Schlauchboot der Feuerwehr, mit dem die zwei Frauen am gekenterten Kanu und die drei Vermissten am Ufer gerettet wurden. Das Übungsszenario endete mit dem Abliefern der Geretteten am Steg, wo im Ernstfall Rettungssanitäter und Notärzte übernommen hätten. 35 Minuten nach dem Notruf war alles erledigt, die Badegäste konnten wieder ins Wasser.

Ein Bericht der Westfälischen Nachrichten.
geschrieben von Alfred Riese

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