Mittwoch, 20. September 2017

Die Löschzüge und Jugendfeuerwehr zeigen ihr Können der Öffentlichkeit

Die Regie bot ab 18 Uhr diese Herausforderungen: eine verrauchte Halle nach einer Verpuffung; einen Mähdrescher, dessen Fahrer die teure Maschine rückwärts aus dem Gefahrenbereich bringen wollte; einen Gabelstapler, der im Weg stand und unter dessen angeflanschter Kehrbürste ein Dummy eingeklemmt lag; ein Mensch festgeklemmt im Schacht zum Korntank des Dreschers;, dazu Vermisste und Feuer. Eine Lage, die „Massenanfall von Verletzten“, kurz ManV, bedeutet und Teamwork zwischen Feuerwehr und DRK-Helfern bei der Bergung und in der so genannten Patientenablage bei der Erstversorgung fordert. Im Ernstfall, das erklärte Moderator Peter Book, wären natürlich die Rettungsdienste vor Ort, auch ein Hubschrauber.

Feuerwehr und DRK zeigten, wie Einsatzkräfte unter schwerem Atemschutz in mit Disco-Nebel verrauchte Räume eindringen, Vermisste finden

und bergen und Feuer bekämpfen. Zu sehen war, wie die Jugendfeuerwehr – die im Ernstfall natürlich nicht dabei wäre – Nachbargebäude schützte und dabei einen Nieselregen über das Gelände legte.

Sehr realistisch und beeindruckend gelang der Notfalldarsteller-Truppe des DRK Tecklenburger Land ihr Part in den Rollen von teils durchdrehenden Verletzten. Ein sehr kräftiger Schauspieler, der zurück zu seinen Freunden in der brennenden Halle wollte, ließ sich erst von sechs Einsatzkräften bändigen. Technische Bergung, Brandbekämpfung, Wasserversorgung, Einsatzleitung in komplexer Lage waren das eine, die psychologischen Herausforderungen an die Einsatzkräfte das andere. Viele anerkennende Worte wurde im Publikum ausgetauscht.

Den Dummy unterm Kehrbesen befreite die Feuerwehr mit Luftdruck-Hebekissen. Nach den Unfällen auf der Riesenbecker Straße „hatten wir in letzter Zeit genug Arbeit mit der Rettungsschere“, schlug Einsatzleiter Andreas Kämmerling den Bogen von der Übung zum ganz frischen Ernst echter Unfälle.

Wehrführer Udo Meiners fand den Verlauf der Übung und den besonderen Schwerpunkt auf der Zusammenarbeit der drei Löschzüge und des DRK „gut“. Besonders gut schnitt bei ihm die Jugendfeuerwehr ab: „Bei dem Ehrgeiz weiß man, dass da die nächste Feuerwehrgeneration heranwächst.“ Dafür gab es Extra-Applaus. Bürgermeister Wilfried Roos erneuerte seine Feststellung, dass „Rat und Verwaltung immer besonderen Wert darauf legen, in die Ausrüstung der Freiwilligen Feuerwehr zu investieren“. „Auf unsere Feuerwehr können wir uns verlassen, Dankeschön“, sagte er. Das fand auch Stefan Steinigeweg, stellvertretender Kreisbrandmeister.

Ein Bericht der Westfälischen Nachrichten
Alfred Riese

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