Mittwoch, 20. September 2017

Promi-Lob für die Jugendlichen

 

So ein C-Rohr wäre nicht das Richtige, wenn ein Windrad brennt. Das war eine Erkenntnis, die die Mitglieder der Jugendfeuerwehr bei ihrer Sommerübung im Bioenergiepark gewinnen konnten. Der Wasserstrahl blieb auch bei bester Ausnutzung der Ballistik weit unter den Rotorblättern, berieselte aber ordentlich die Wiese und den Asphalt. Ein kleiner Flächenbrand, das war schon eher das passende Szenario für die Angriffsübung, die die Zwölf- bis 18-Jährigen zeigten.
Wie hoch der Stellenwert der Jugendfeuerwehr in der Freiwilligen Feuerwehr und der Gemeinde ist, zeigte die Prominenz im Publikum. Wehrführer Udo Meiners verschaffte sich einen Überblick über das Können der Jugendlichen, ebenso Robert Laumann, stellvertretender Saerbecker Wehrführer und Kreisjugendfeuerwehrwart. Vor Ort waren auch Bürgermeister Wilfried Roos, Ordnungsamtsleiterin Ines Reinermann und Vertreter einiger Ratsfraktionen.
„Es ist toll, dass es in Saerbeck so viele junge Menschen gibt, die sich über die Jugendfeuerwehr für den aktiven Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr qualifizieren“, fand Bürgermeister Roos. „Ihr sorgt mit für die Sicherheit der Bürger“, bescheinigte er dem Feuerwehr-Nachwuchs eine „tolle ehrenamtliche Leistung“, für die er namens des Rats und der Gemeindeverwaltung dankte. Wehrführer Meiners fasste sich kurz und scherzte: „Schöne Ferien für alle – außer für Axel.“
Er meinte Axel Autmaring, der am Tag der Sommerübung seinen 18. Geburtstag feierte und damit in den aktiven Dienst wechselte. Er ist laut Gemeindejugendfeuerwehrwart Ulrich Quooß der sechste in diesem Jahr, der diesen Schritt macht. „Schön, dass wir von euch immer wieder Neue bekommen“, bedankte sich Wehrführer Meiners. Er verschwieg aber auch einen vermeintlichen Nachteil des Wechsels nicht: Anders als die Nachwuchsgruppe kennt die aktive Wehr keine Ferien.
Im Anschluss an die Sommerübung und ein Abendessen vom Grill wurden 13 Saerbecker Jugendfeuerwehrleute mit der Jugendflamme Stufe zwei ausgezeichnet. Sie hatten die notwendigen theoretischen und praktischen Prüfungen in Feuerwehr- und technischem Wissen, in Sport und Spiel sowie bei Knoten und Stichen im Mai in Mettingen absolviert.
Auf sie setzte Feuerwehrmann Alexander Book wohl, wenn er sagte, „das Interesse an der Feuerwehr muss von den Kindern und Jugendlichen weitergetragen werden, die sind die beste Werbung für uns.“
Da stimmte Nachwuchs-Chef Uli Quooß zu: „Man muss beim Nachwuchs immer am Ball bleiben, aber in Saerbeck läuft´s.“

Text von Alfred Riese, Westfälische Nachrichten.

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