Mittwoch, 04. August 2021

Herzlich willkommen auf der Internetseite der

Freiwilligen Feuerwehr Saerbeck

 

  Wir freuen uns, dass wir Sie auf den nachfolgenden Seiten über den Aufbau und die umfangreichen Tätigkeiten der Freiwilligen Feuerwehr Saerbeck informieren dürfen.

 

Im Notfall ☎ 112 

 

Informationen über die Gemeinde Saerbeck erhalten Sie unter: www.saerbeck.de

 

 

Ihr Hauptjob: Wasser pumpen

Flutkatastrophe: Freiwillige Feuerwehr Saerbeck in Erftstadt-Blessem im Einsatz


20210729 Erftstadt3

 

Die acht HFS-Systeme pumpen das Wasser aus der Erft von einem noch erhaltenen Teil des Flussbetts in den nächsten. Die Größe des ursprünglichen Flussbettes gleicht etwa dem der hiesigen Glane. (Freiwillige Feuerwehr Saerbeck)

 


Die Bilder des Hochwasser-Unglücks in NRW gehen derzeit um die Welt. Der kleine Ort Erft­stadt-Blessem, ein Stadtteil von Erftstadt im Rhein-Erft-Kreis, hat so traurige Berühmtheit erlangt. Vor zwei Wochen trat hier die Erft über die Ufer und begrub so eine ganze Siedlung unter sich. Seit der Flutkatastrophe sind zahlreiche Helfer vor Ort, auch die Feuerwehr Saerbeck war mit freiwilligen Einsatzkräften in Erft­stadt-Blessem im Einsatz.

Die Feuerwehrleute aus Saerbeck unterstützen so die Feuerwehr aus Emsdetten. Die dortige Feuerwehr entsendet ebenfalls einige ihrer Einsatzkräfte ins Katastrophengebiet, muss jedoch gleichzeitig sicherstellen, dass sie auch für einen etwaigen Notfall in Emsdetten einsatzfähig bleibt. So unterstützten in den vergangenen Tagen insgesamt 23 Saerbecker Feuerwehrleute in Erftstadt-Blessem.

Ihre Hauptaufgabe: Wasser pumpen. Mit insgesamt acht HFS-Systemen (Hytrans Fire Systems) sorgten sie dafür, dass der gebrochene Damm der Erft wieder aufgebaut werden kann. „Wir haben das Wasser im Prinzip 100 Meter weiter und drei Meter höher in den ursprünglichen Verlauf der Erft befördert“, so Axel Autmaring, der vergangene Woche in Erftstadt war.

Bis zu 50 Kubikmeter Wasser kann ein HFS-System in der Minute pumpen. Dadurch wurde der gebrochene Teil des Flussbetts überbrückt. Die Pumpen wurden kurz vor Ende des noch vorhandenen natürlichen Flussbetts eingesetzt und spülten das Wasser in den erhaltenen Teil einige Meter weiter.

„Unterdessen waren andere Einsatzkräfte damit beschäftigt, den Damm zunächst provisorisch mit Sandsäcken und später richtig wieder herzurichten“, erklärt Andre Joanning. Daran beteiligt sind aktuell die Bundeswehr, das Technische Hilfswerk THW und Mitarbeiter aus einer Kiesgrube.

Jene Kiesgrube lag im direkten Überschwemmungsgebiet der Erft. Circa neun Millionen Kubikmeter Wasser waren durch die Überflutung hier hinein gelaufen. Dies sorgte für das Unterspülen und den Einsturz zahlreicher Häuser in Erftstadt-Blessem. Gleichzeitig fing sie somit einen Großteil der Wassermassen ab und schützte so viele weitere Häuser vor noch schlimmeren Schäden.

Während ihres Einsatzes waren die Feuerwehrleute für die Funktionstüchtigkeit der Pumpen verantwortlich. Acht Einsatzkräfte betreuten acht Pumpen. Gearbeitet wurde in 48-Stunden-Schichten. „Durch die Besetzung konnten wir uns auch mal abwechseln, wenn wir uns ausruhen oder etwas essen wollten“, berichtet Feuerwehrmann Henrik Büchter.

Wobei an viel Schlaf nicht zu denken war. Zwei Stunden haben er und seine Feuerwehrkollegen in ihrer Schicht bekommen. Dennoch ein freiwilliger Einsatz, der für sie persönlich mehr als lohnenswert war.

Um einen gleichmäßigen Ablauf zu gewährleisten, mussten die Pumpen regelmäßig in ihrer Geschwindigkeit verstellt werden, außerdem waren sie teilweise durch den Kies verstopft. „Wenn wir eine Pumpe aus dem Wasser holen mussten, wurden wir von Strömungsrettern des DLRG unterstützt“, erzählen die Einsatzkräfte.

Ihre Eindrücke vor Ort konnten die Feuerwehrkräfte kaum in Worte fassen. Mario Nauber zeigt einige Fotos: „Ich habe so etwas noch nie gesehen und hoffe auch, dass ich so etwas nie wieder sehen werde.“ Die Straßen in Erftstadt-Blessem seien voller Schlamm, an den Straßen stünde viel Sperrmüll, so dass man das Ausmaß der Verwüstungen durch die Fluten nur erahnen konnte. „Unglaublich, dass ein so kleiner Bach solche Dimensionen weg spülen kann“, bestätigt Feuerwehrmann Hendrik Stegemann. Die Größe der Erft beschreiben die Einsatzkräfte vor Ort als vergleichbar mit der hiesigen Glane.

Am Dienstag kamen die letzten Saerbecker Feuerwehrleute wieder zurück in die Heimat. Sie wurden von der Feuerwehr Oberhausen abgelöst.

Bericht Westfälische Nachrichten
Von Stefanie Behring

Link: Videoaufnahmen Erftstadt

Bildergalerie:

 

 

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