Donnerstag, 18. Oktober 2018

Geräthäuser im Dorf

 Gertehaus Kirchplatz

 

Spritzenhaus am Kirchplatz bis 1974








Das Spritzenhaus am Kirchplatz verfügte über einen einzigen, recht niedrigen, Einstellplatz. Aufgrund der Anschaffung eines neuen Tanklöschfahrzeuges im Jahr 1961 musste der Boden der Fahrzeuggarage daher abgesenkt werden. Das neue Fahrzeug hätte sonst nicht hineingepasst. Die Einsatzkleidungen der Kameraden befanden sich seitlich neben und hinter dem Fahrzeug. Sanitäre Anlagen oder einen Schulungsraum waren nicht vorhanden. Angebaut war ein Trum, in dem die Schläuche zum Trocknen aufgehängt werden konnten. Rechts vom Schlauchturm befand sich dann die sogenannte Arrestzelle. Ein dunkler Raum, ohne sanitäre Ausstattung, in dem der Dorfpolizist die "Spitzbuben" vorübergehend einsperren konnte.

Auf Antrag des Löschzuges Dorf wurden am 30.08.1971 Gerätehäuser in Riesenbeck, Roxel, Bösensell, Appelhülsen, Hiltrup und Handrof besichtigt. Das Haus in Appelhülsen fand allgemeine Zustimmung. Den Bauauftrag erhielt nach einem ausgeschriebenen Wettbewerb der Saerbecker Architekt August Tepferd. An der Industriestraße plante und baute er in eineinhalbjähriger Bauzeit ein neues Gerätehaus. Am 12.10.1974 fand die offizielle Einweihungsfeier statt. Bürgermeister Dr. Anton Gerdemann hielt die Festrede und Gemeindedirektor Josef Kranz stellt das Haus vor.


Gertehaus Industriestrasse


Geraätehaus Industriestraße

1974 -2001



    496 qm Nutzfläche

    4 Einstellplätzen für Großfahrzeuge
    4 PKW-Garagen
    1 Werk- und Arbeitsraum mit Schlauchlager
    1 Einsatzzentrale
    1 Teeküche
    1 Schulungsraum für ca. 50 Personen
    Sanitäre Anlagen (Dusche mit Umkleide, WC).

Anmerkung: Der Löschzug Dorf verfügte zu diesem Zeitpunkt über 28 aktive Kameraden und zwei Einsatzfahrzeuge. Die PKW-Garagen wurden von der Gemeinde und vom örtlichen DRK genutzt.


Im Jahr 1999 zeigte ein bekannter Lebensmittelmakt Interesse an dem Areal, auf dem sich das Gerätehaus befand. Da auch von der politischen Gemeinde die Ansiedlung eines weiteren Lebensmittelmarktes gewünscht wurde, entstand seitens der Gemeindeverwaltung der Gedanke, das Feuerwehrgerätehaus an der Industriestraße abzureißen und für die Feuerwehr anderer Stelle einen neuen Standort zu suchen. Überlegungen, leerstehende Gewerbehallen im hinteren Bereich der Industriestraße zu einem Gerätehaus umzubauen erwiesen sich als unrealistisch. Andere freie Flächen innerhalb des Ortes standen nicht zur Verfügung. Es blieb also nur die Aussiedlung an die Hahnstraße übrig. Dort wurde in den Jahren 2000 - 2001 nach dem aktuellen Standard ein komplett neues Gerätehaus errichtet.

 
geraetehaus

Gerätehaus an der Hanstraße
Eingeweiht 2001